In einem Innenhof mit viel Durchgangsverkehr beschlossen zehn Haushalte, ab 18 Uhr eine Woche lang auf Motoren zu verzichten, wenn möglich. Fahrräder wurden aufbereitet, Bollerwagen geteilt, Lieferungen gebündelt. Überraschung: Kinder spielten länger draußen, Nachbarn plauderten, und zwei Familien wollten dauerhaft umstellen.
In einem Büro einigten sich Kolleginnen und Kollegen auf einen täglichen, zehnminütigen Spaziergang. Wer konnte, ging mit, andere schickten ein Foto ihrer Treppe. Nach fünf Tagen berichteten viele von frischerer Konzentration am Nachmittag, zwei schliefen besser, und ein stiller Kollege fand Gesprächsthemen.
In einer Hausgemeinschaft startete eine Ein-Woche-Aktion: Jeden Tag ein Buch aussortieren und im Treppenhausregal anbieten. Erst zögerlich, dann begeistert, füllte sich das Regal. Gespräche entstanden über längst vergessene Titel, zwei Lesekreise formierten sich, und der Aufzug blieb seltener überlastet.